AKTUELLES

VEREIN DER HAGENBUNDFREUNDE
LÖST DEBATTE UM WIENER KUNSTGESCHICHTEINSTITUT AUS

Statusbericht vom Juni 2021:
Seit mehr als einem Jahr verfolgen wir ein spannendes Projekt: die Implementierung von mehr Lehre und Forschung zur Thematik "Kunst des Donauraumes in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts" am Institut für Kunstgeschichte der Universität Wien - mit dem Ziel, daß die Studierenden mit Fragen der Wiener Moderne, der Secession, des Jungendstils und des Art Deco, Wiener Werkstätte, Künstlervereinigungen dieser Zeit etc. konfrontiert werden. Leider wird dieser Themenkreis an der Wiener Universität seit Jahrzehnten nur nebenbei behandelt. Dies hat zur Folge, daß jene Kunstperiode, die international für hohes Interesse sorgt, kaum beforscht wird und den Studierenden dadurch auch Berufschancen entgehen. Unsere Grundforderung ist daher eine Verbreiterung der Lehrtätigkeit auf diesem Gebiet der Kunstgeschichte, damit auch mehr wissenschaftliche Arbeiten von Studierenden in diesem Bereich zustandekommen. Wir haben daher nicht nur einen intensiven Diskurs in der Zeitung "Die Presse" initiiert, sondern auch Gespräche mit dem Vorstand des Instituts, der zuständigen Vizerektorin, Vertretern des Wissenschaftsministeriums und zuletzt auch mit dem Dekan der zugehörigen Fakultät, Herrn Univ. Prof. Dr. Sebastian Schütze, geführt. Dabei wurden wir über erste Schritte in die richtige Richtung informiert. Ab dem Herbstsemester 21/22 wird Herr Dr. Reinald Franz, Kustode der Sammlung Glas und Keramik am MAK, eine Lehrveranstaltung mit einschlägiger Thematik abhalten. Überdies hat sich ein namentlich noch nicht genannter Fachmann zum Thema "Wien 1900" am Institut habilitiert und wird ab dem kommenden Wintersemester ebensfalls eine Lehrveranstaltung anbieten.
Unser Ziel, die Schaffung eines einschlägigen Lehrstuhls, ist leider noch nicht in Sichtweite, wohl auch weil es dafür angeblich kaum geeigneten "Nachwuchs" mit entsprechender Habilitierung gibt. Wir bleiben an diesem Thema dran und hoffen auf weitere Teilerfolge.
Franz M. Bogner


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